Title: Sensory processing sensivity - Messung, Validierung und klinische Befunde
Authors: Konrad, Sandra 
Language: de
Issue Date: 2017
Document Type: Conference Object
Conference: Hochsensibilität - Der Kongress (1. Kongress für Hochsensibilität in Deutschland) 
Abstract: 
Die Ergebnisse der Validierung, der ins Deutsche übertragenen High Sensitive Person Scale (HSPS-G) nach Aron und Aron (1997) sollen vorgestellt werden. Höhere sensorische Verarbeitungssensitivität (SPS) kennzeichnet ein spezielles Temperamentsmerkmal, welches durch vier Indikatoren gekennzeichnet ist. Betroffene reagieren stärker auf internale und externale Stimuli, was in sehr reizintensiven Situationen zu einem Vermeidungs- und Rückzugsverhalten führen kann. Ferner nimmt man an, dass Betroffene Informationen intensiver und stärker verarbeiten und leichter erregbar sind (Aron, Aron & Jagiellowicz, 2012). Ca. 15-25% der Gesamtbevölkerung können als Hochsensibel beschrieben werden (Kagan, 1994). Bislang war ein deutschsprachiges, wissenschaftlich geprüftes Verfahren zur Messung von SPS nicht verfügbar und auch die Faktorenstruktur war ungeklärt. Die Ergebnisse der HSPS-G werden kurz zusammengefasst dargestellt und weitere Ergebnisse hinsichtlich der Persönlichkeit (NEO-PI-R, Costa & McCrae, 1992; deutsche Adaptation; Ostendorf & Angleitner, 2004), der psychischen Symptombelastung (BSI; Derogatis & Melisaratos, 1983; German version: Brief Symptom Checklist (BSCL, Franke, 2016) und der Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS-LE, Schmidt & Petermann, 2009) bei hochsensiblen Personen vorgestellt. Für sämtliche Untersuchungen wurden an unterschiedlichen Stichproben Gruppenvergleiche vorgenommen und hochsensible Personen (HSP) mit nicht-hochsensiblen Personen (NON-HSP) verglichen.Die HSPS-G zeigte gute psychometrische Messeigenschaften. Bezüglich der Persönlichkeit konnten zwischen HSP und NON-HSP signifikante Unterschiede in den Faktoren Neurotizismus, Extraversion und Offenheit für Erfahrungen gefunden werden. Die Faktoren Gewissenhaftigkeit und Verträglichkeit zeigten keine signifikanten Unterschiede. Sowohl HSP als auch NON-HSP berichten im BSCL eine vergleichsweise hohe psychische Symptombelastung. Dennoch waren die Werte in sämtlichen Skalen des BSCL bei der HSP-Gruppe höher ausgeprägt. Hinsichtlich der Gruppenunterschiede unterschieden sich beide Gruppen signifikant in sämtlichen Skalen des BSCL und in den globalen Kennwerten. Ebenso berichten hochsensible Menschen höhere Werte auf den ADHS-Subskalen im Vergleich zu nicht-hochsensiblen Personen. Weitere Berechnungen zeigten, dass SPS durch die weicheren Zusatzkriterien (Affektivität, Stresstoleranz) der ADHS vorhergesagt wird, die Kernsymptomatik der ADHS ist davon nicht betroffen.
Organization Units (connected with the publication): Persönlichkeitspsychologie und Psychologische Diagnostik 
URL: https://ub.hsu-hh.de/DB=1.8/XMLPRS=N/PPN?PPN=103244410X
Appears in Collections:2017

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