Title: Abschreckung im Cyberspace
Subtitle: strategische Überlegungen zur fünften Domäne der Kriegsführung
Authors: Hoberg, Kai-Alexander
Language: de
Keywords: Universitätsbibliographie;Evaluation 2019
Issue Date: 2019
Editors: Meißner, Burckhard
Rogg, Matthias
Publisher: Budrich
Document Type: Book
Journal / Series / Working Paper (HSU): GIDS Analysis / German Institute for Defence and Strategic Studies 
Volume: 2
Pages: 76 Seiten
Publisher Place: Opladen
Abstract: 
Ist die Drohung mit Gegenangriffen ein wirksames Mittel zur Abhaltung von Angriffen auf die Kommunikations- und Computer-Infrastruktur? Die Studie untersucht die Möglichkeit von Abschreckungsstrategien im Cyberraum: Sie fragt, unter welchen Bedingungen es möglich ist, wirksam einen Gegner von Angriffen auf die Kommunikations- und Computer-Infrastruktur abzuhalten. Hoberg sichtet und beurteilt die Vielfalt jüngerer Abschreckungstheorien in ihrer Entwicklung mit besonderer Berücksichtigung der Perfect Deterrence Theory. Das Buch skizziert ein praktisches Modell eines solchen Strategiekonzeptes für ein exemplarisches Szenario und entwickelt Kriterien und Kategorien für den Umgang mit der Gefahr von Cyberangriffen. Mit dem zweiten Band der Reihe GIDS analysis des German Institute for Defence and Strategic Studies (GIDS) wird eine weitere Studie über Militär und Strategie präsentiert. Im vorliegenden Band widmet sich Kai-Alexander Hoberg der aktuellen und kontrovers diskutierten Frage, ob Abschreckungsstrategien auch für den Cyberraum entworfen werden können. Er untersucht dieses neue und für das Digitalzeitalter kennzeichnende Strategieproblem, indem er herausarbeitet, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, um einen staatlichen Widersacher von Angriffen auf die informations- und kommunikationstechnologische Infrastruktur durch eine Drohung mit entsprechenden Vergeltungsangriffen abzuhalten. Zu diesem Zweck greift er auf die Perfect Deterrence Theory zurück und stellt zugleich mehrere Grundannahmen verbreiteter Abschreckungstheorien infrage. Aus der Entwicklung der Abschreckungstheorien werden Schlüsse für das Digitalzeitalter gezogen. Die Studie bestreitet, dass nukleare Abschreckungskonzeptionen aus der Ära des Kalten Krieges ohne weiteres für die Entwicklung von Abschreckungsstrategien im Cyberraum herangezogen werden können: Das für Nuklearwaffen charakteristische Zurschaustellen beispielsweise sei im Falle der Cyberwaffen ungeeignet, weil es einen Widersacher dazu befähigen und animieren würde, seine Abwehr zu stärken und dadurch den Abschreckungseffekt selbst mindern würde. Glaubhaft zu machen, dass eine Waffenwirkung erzielt werden kann, ohne preis zu geben, was dazu getan werden kann, stellt eine strategische Herausforderung dar, die Hoberg als Cyber Signalling Dilemma identifi ziert. Die Studie legt eine Handreichung vor für Modellbildung und Strategieentwicklung, die die Übertragung spieltheoretischer Konzepte auf Probleme der Abschreckung im Cyberraum erleichtern soll.
Organization Units (connected with the publication): Alte Geschichte 
URL: https://ub.hsu-hh.de/DB=1.8/XMLPRS=N/PPN?PPN=1665767782
ISBN: 978-3-86388-822-0
978-3-86388-452-9
Appears in Collections:2019

Show full item record

CORE Recommender

Google ScholarTM

Check

Altmetric


Items in openHSU are protected by copyright, with all rights reserved, unless otherwise indicated.