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  5. Behinderungen und soziale Ungleichheit beim Übergang Schule-Beruf

Behinderungen und soziale Ungleichheit beim Übergang Schule-Beruf

Eine intersektionale Analyse des Berliner Bildungswesens
Publication date
2026-01-30
Document type
Masterarbeit
Author
Schank, Sarah
Editor
Büchter, Karin  
Advisor
Eckelt, Marcus  
Granting institution
Technische Universität Berlin
Exam date
2025
Organisational unit
Berufs- und Betriebspädagogik  
DOI
10.24405/22152
URI
https://openhsu.ub.hsu-hh.de/handle/10.24405/22152
Publisher
Universitätsbibliothek der HSU/UniBw H
Series or journal
Berufsbildung  
Periodical volume
8
Part of the university bibliography
✅
File(s)
openHSU_22152.pdf (1.94 MB)
Additional Information
Language
German
Keyword
Behinderungen
Inklusion
Soziale Ungleichheit
Übergang Schule-Beruf
Nachschulische Bildungsverläufe
UN-Behindertenrechtskonvention
Abstract
Der Übergang von der Schule in den Beruf stellt einen zentralen Moment der Weichenstellung im Lebenslauf dar und ist zugleich ein Ort der Reproduktion sozialer Ungleichheit. Aus einer intersektionalen Perspektive wird untersucht, wie soziale Ungleichheit und Behinderungen, mit einem besonderen Fokus auf Menschen mit Lernschwierigkeiten, am Übergang Schule–Beruf miteinander verschränkt sind und wie diese Verschränkungen Bildungs-, Arbeits- und Teilhabechancen prägen. Dazu werden bildungswissenschaftliche und sozialtheoretische Ansätze miteinander verknüpft, insbesondere Pierre Bourdieus Gesellschaftstheorie, die Milieutheorie nach Michael Vester, Ansätze der Disability Studies sowie eine menschenrechtsorientierte Perspektive im Anschluss an die UN-Behindertenrechtskonvention. Am Beispiel des Berliner Bildungssystems wird analysiert, wie sonderpädagogische Förderbedarfsfeststellungen, berufliche Beratung, betriebliche Rekrutierungspraktiken sowie Fremd- und Selbstkonstruktionen als Klassifikations- und Zuweisungsprozesse fungieren. Die Analyse legt offen, dass behinderungs- und klassenspezifische Zuschreibungen in diesen Prozessen ineinandergreifen und häufig zu starren, defizitorientierten Bildungs- und Erwerbsverläufen führen. So wird soziale Ungleichheit verfestigt und Selbstbestimmung eingeschränkt. Sonderwege wie Förderschulen oder Werkstätten für behinderte Menschen erweisen sich dabei als zentrale Exklusionsmechanismen. Abschließend werden Forschungsdesiderate sowie bildungs-, sozial- und arbeitsmarktpolitische Handlungsbedarfe formuliert. Dabei wird für eine milieu- und behinderungssensible, menschenrechtskonforme Gestaltung des Übergangs Schule–Beruf plädiert.
Version
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