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  5. EdTech-Beratung

EdTech-Beratung

Akteurskonstellationen und Steuerungslogiken der Beratung zum digitalen Wandel im Schulsystem
Publication date
2026-02-24
Document type
Dissertation
Cumulative Thesis
✅
Author
Joecks, Lucas  
Advisor
Hartong, Sigrid  
Referee
Geiss, Michael
Granting institution
Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg
Exam date
2026-01-23
Organisational unit
Transformation von Governance in Bildung und Gesellschaft  
DOI
10.24405/22302
URI
https://openhsu.ub.hsu-hh.de/handle/10.24405/22302
Publisher
Universitätsbibliothek der HSU/UniBw H
Contains the following part
https://openhsu.ub.hsu-hh.de/handle/10.24405/22299
https://openhsu.ub.hsu-hh.de/handle/10.24405/21539
https://openhsu.ub.hsu-hh.de/handle/10.24405/22300
https://openhsu.ub.hsu-hh.de/handle/10.24405/22301
Part of the university bibliography
✅
File(s)
openHSU_22302.pdf (2.17 MB)
Additional Information
Language
German
DDC Class
370 Bildung und Erziehung
Keyword
Digitalisierung
Digitalität
EdTech-Beratung
Medienberatung
Schulentwicklungsberatung
Künstliche Intelligenz
Intermediäre Akteure
Unterstützungssysteme
Abstract
Die kumulative Dissertation widmet sich dem bislang kaum erforschten Feld der Beratung zur Integration digitaler Bildungstechnologien (EdTech) im deutschen Schulsystem. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass im Kontext des digitalen Wandels neue Unterstützungs- und Beratungsangebote entstanden sind, die Schulen und Schulträger bei der technischen und pädagogischen Auswahl, Integration und Nutzung digitaler Technologien begleiten. Theoretisch-konzeptionell ist die Arbeit in der Educational Governance-Forschung verortet und knüpft zugleich an die Perspektiven der Critical EdTech Studies an (Selwyn et al. 2020; Williamson 2021). Darauf aufbauend entwickelt die Dissertation ein heuristisch-analytisches Modell, das die vielfältigen Rollen der EdTech-Beratung als intermediäre Praxis zwischen Policy, Ökonomie und Pädagogik herausarbeitet. Dies bildet den analytischen Ausgangspunkt, um EdTech-Beratung hinsichtlich seiner Wechselwirkung mit bildungspolitischen bzw. administrativen Vorgaben, pädagogischen Praktiken und ökonomischen Wertschöpfungsketten zu untersuchen. Methodologisch greift die Arbeit hierfür auf ein multiperspektivische Triangulationsdesign (Flick 1991, 2018) zurück, das verschiedene qualitative Ansätze wie Expert*inneninterviews sowie Dokumenten- und Plattformanalysen kombiniert.
Auf Basis der empirischen Untersuchungen zeigt die Dissertation auf, inwiefern neben staatlichen Institutionen (z.B. Landesinstitute und kommunale Medienzentren) zunehmend auch private Akteure (insb. IT-Dienstleister, Beratungsfirmen, selbstständige Berater*innen und Plattformanbieter) zentrale Rollen im digitalen Wandel des Schulsystems einnehmen. Die Befunde verweisen darauf, dass der EdTech-Beratungssektor primär von selbstgesteuerten, dynamischen Netzwerken mit einer hohen qualitativen Heterogenität und partiellen Intransparenzen geprägt ist. Zudem zeigt sich, dass viele Beratungsangebote einer solutionistischen Logik folgen, die standardisierte, produktorientierte und skalierbare Formate (teils basiert auf Künstlicher Intelligenz) priorisiert und dabei eine vertiefte pädagogische Reflexion digitaler Technologien in den Hintergrund rückt. Die Arbeit verweist jedoch auch auf die Möglichkeiten transformativer Formen der EdTech-Beratung, in denen Berater*innen nachhaltigkeitsorientierte, humanistische, partizipative und ganzheitliche (Beratungs-)Praktiken anstreben. In diesem Sinne versteht sich die Dissertation nicht nur als Problematisierung bestehender Unterstützungsstrukturen im Schulsystem, sondern auch als Impuls zur Stärkung alternativer Ansätze der Beratung im digitalen Wandel.
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