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  5. „Eisige Hölle“

„Eisige Hölle“

Der sowjetisch-finnische Winterkrieg 1939/40
Translated title
“Frozen hell” : the Soviet-Finnish Winter War, 1939-1940
Publication date
2023
Document type
Forschungsartikel
Author
Jonas, Michael  
Organisational unit
Neuere und Neueste Geschichte  
DOI
10.35998/oe-2023-022
URI
https://openhsu.ub.hsu-hh.de/handle/10.24405/22593
Publisher
Berliner Wissenschafts-Verlag
Series or journal
Osteuropa
ISSN
0030-6428
Periodical volume
73
Periodical issue
3-4
First page
83
Last page
101
Part of the university bibliography
✅
Additional Information
Language
German
Abstract
Es gibt militärische Siege, die sich von Niederlagen kaum unterscheiden. Der Sieg der Sowjetunion im Winterkrieg ist ein solcher Fall. Auf Stalins Geheiß überfiel die Rote Armee Finnland. Es sollte ein Blitzkrieg werden. Doch die Invasion wurde für den Aggressor zunächst zu einem Debakel. Die sowjetischen Truppen waren viel zahlreicher und technisch massiv überlegen, jedoch schlecht vorbereitet und schwerfällig. Sie waren der flexiblen Verteidigung der Finnen nicht gewachsen. Diese profitierten von ihrer Ortskenntnis in unzugänglichem Gelände und fügten mit einer Guerillataktik der Roten Armee enorme Verluste zu. Doch die sowjetische Armeeführung zog Lehren aus dieser Phase des Kriegs, änderte ihre operative Kriegsführung und konnte Finnland schließlich bezwingen. Aus der kollektiven Erinnerung Russlands ist der Winterkrieg weitgehend verdrängt. In Finnland spielt insbesondere die erste Kriegsphase eine wichtige Rolle für das nationale Selbstverständnis.
Version
Published version
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