Wegweiser Bauwerksmonitoring
Ein Sechs‐Punkte‐Plan zur Qualifizierung und Zertifizierung von Anbietern
Publication date
2026-06-05
Document type
Sonstiger Artikeltyp
Author
Organisational unit
Scopus ID
Publisher
Wiley
Series or journal
Bautechnik
ISSN
Part of the university bibliography
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Language
German
Keyword
Certification
Contractors
Division of labor
Qualification
Structural health monitoring
Tenders
Abstract
Bauwerksmonitoring (SHM) entwickelt sich zu einem zentralen Baustein für die Instandhaltung von Bauwerken. Mit intelligenter Sensorik lassen sich Tragreserven sichtbar machen, Schäden frühzeitig erkennen und Instandhaltungsprozesse neu denken. Gleichzeitig stellen Qualifikation und Zertifizierung des beauftragten Fachpersonals eine große Herausforderung für Vergabestellen dar. Da es keine standardisierten Ausbildungs‐ und Zertifizierungswege gibt, werden Referenzprojekte häufig als Qualifikationsnachweis herangezogen. Diese Praxis begünstigt eine Marktkonzentration auf wenige etablierte Anbieter, erschwert den Markteintritt neuer Akteure und wirkt kostentreibend – mit negativen Folgen für die flächendeckende Umsetzung von SHM. Dieses Positionspapier schlägt einen Sechs‐Punkte‐Plan zur Qualifizierung und Zertifizierung von Anwärtern ohne einschlägige Referenzprojekte vor. Ziel ist es, Transparenz, Vergleichbarkeit und Wettbewerb im Vergabeprozess zu stärken, ohne bestehende Qualitätsstandards abzusenken. Zentrale Elemente sind eine branchenübliche Arbeitsteilung, nachvollziehbare Qualifikationsnachweise über Ausbildung und Berufserfahrung, ein modulares Zertifizierungsmodell sowie die Einführung eines neuen Akteurs, des Kommunikationsdienstleisters, zur Standardisierung der Datenverarbeitung und ‐bereitstellung. Der vorgeschlagene Ansatz schafft einen breitenwirksamen Zugang zum Bauwerksmonitoring und fördert gleichzeitig Innovation und Wettbewerb bei Marktführern.
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