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    Weiterbildung für den Arbeitsmarkt und im Betrieb 1919 - 1933 : Hintergründe, Kontexte, Formen und Funktionen
    In der Berufsbildungs- und Erwachsenenbildungsforschung mangelt es an Historiographien zur beruflichen Weiterbildung. Die thematischen Schwerpunkte in der Geschichtsschreibung dieser beiden erziehungswissenschaftlichen Teildisziplinen konzentrieren sich auf Institutionen, Strukturen, Personen, Theorien und Praktiken ihrer tradierten Forschungsfelder: berufliche Erstausbildung, und hier insbesondere die berufsschulische Bildung, in der historischen Berufsbildungsforschung und außerschulische und -berufliche Bildung Erwachsener in der historischen Erwachsenenbildungsforschung. --- Mit der vorliegenden Arbeit, die im Schnittbereich von Berufsbildungs- und Erwachsenenbildungsforschung anzusiedeln ist, soll ein Beitrag zur Geschichtsschreibung beruflicher Weiterbildung geleistet werden. Es wird versucht, zwei Teilbereiche des beruflichen Weiterbildungssektors historisch zu beleuchten: Weiterbildung für Arbeitslose und Weiterbildung für Beschäftigte der Industrie in der Zeit der Weimarer Republik. --- Ausgangspunkt der Arbeit ist die Annahme, dass Weiterbildung für Arbeitslose und betriebliche Weiterbildung in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg deutliche Konturen erhalten und sich weiter ausdifferenziert haben. Es wird danach gefragt, welche sozioökonomischen Hintergründe, arbeitsmarkt- und beschäftigungspolitischen Kontexte Auslöser für die Ausgestaltungsprozesse darstellten und welche pädagogischen Leitbilder und weiterbildungspolitischen Überlegungen sie begleiteten und ihnen legitimatorischen Rückhalt gaben. Zudem wird versucht, ein Bild von der Praxis der Arbeitslosenbildung und der betrieblichen Weiterbildung zu zeichnen, von den Angeboten, Zielen, Entwicklungstendenzen sowie Interdependenzen im Untersuchungszeitraum.