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  • Publication
    Open Access
    Ökonomische Aspekte der Rüstungspolitik in Europa
    (Universitätsbibliothek der HSU / UniBwH, 2013)
    Wörner, Jürgen
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    Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg
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    Mehr als zwei Jahrzehnte sind seit Ende des Kalten Krieges vergangen. Vor dem Hintergrund der sich verschärfenden Problematik sinkender Militärausgaben einerseits und steigender Kosten für militärische Ausrüstung andererseits erweist sich die rüstungspolitische Isolation europäischer Staaten als zunehmend unwirtschaftlich. Eine ausführliche Darstellung der resultierenden Ineffizienz erfolgt im ersten Kapitel. Aufbauend auf der Betrachtung bisheriger europäischer Ansätze zur Begegnung dieser Problematik werden hier notwendige Regularien und Mechanismen herausgearbeitet, die auf eine Effizienzsteigerung bei der Verwendung öffentlicher Mittel ausgerichtet sind. Die angesprochenen europäischen Ansätze spiegeln sich in den seit einigen Jahren zu beobachtenden Bemühungen wider, zum einen die internationale Rüstungskooperation und zum anderen die Beschaffung von Rüstungsgütern im Rahmen eines grenzüberschreitenden Vergabewettbewerbs voranzutreiben. Erstere sind Gegenstand des zweiten Kapitels; Letzteren ist das dritte Kapitel gewidmet. Ihre ökonomischen Vorzüge gegenüber der nationalen rüstungspolitischen Abschottung werden erläutert. Eine kritische Bewertung bisheriger Umsetzungsversuche schließt sich jeweils an. Anhand von Änderungsvorschlägen des bestehenden europäischen Vergaberechts wird im vierten Kapitel ein Szenario diskutiert, das die theoretischen Vorzüge sowohl der internationalen Kooperation als auch des grenzüberschreitenden Vergabewettbewerbs bei Rüstungsbeschaffungen vereint und zugleich die notwendigen institutionellen und organisatorischen Rahmenbedingungen für eine praktische Umsetzung schafft. Das fünfte Kapitel enthält eine Zusammenfassung der zentralen Aussagen und Ergebnisse sowie einen Hinweis auf weiteren Forschungsbedarf, der sich aus der Erweiterung des europäischen Betrachtungswinkels ergeben könnte.
  • Publication
    Open Access
    Medizinisch-technischer Fortschritt in Deutschland: Innovationen in der Medizintechnik und ihre Regulierung im Rahmen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GVK)
    (Universitätsbibliothek der HSU / UniBwH, 2008)
    Akmaz, Bülent L.
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    Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg
    Die Unternehmen der Medizintechnikindustrie stehen in einem globalen Wettbewerb, der in erster Linie auf die Entwicklung neuer Medizinprodukte ausgerichtet ist. Die gegenwär-tigen Markt- und Wettbewerbsverhältnisse sehen einen Preis- oder Kostenwettbewerb wei-testgehend nicht vor. Im Mittelpunkt des internationalen Medizintechnikwettbewerbes steht primär die Entwicklung von qualitätssteigerndem medizinisch-technischen Fortschritt und die Technologieführerschaft in den Zielsegmenten. --- Die empirische Untersuchung des Forschungs- und Innovationsverhaltens deutscher Medizintechnikunternehmen mit einem Datensatz des ZEW Mannheim aus dem Jahr 2003 ergibt, dass Nachfrageerwartungen, Forschungskooperationen und Unternehmensgröße einen signifikanten Einfluss auf das Forschungs- und Innovationsverhalten von Medizintechnikunternehmen haben. Insbesondere Großunternehmen haben in der Medizintechnik in der Bereitstellung von neuen medizinisch-technischen Prozessen und Produkten gegenüber klein- und mittelständischen Unternehmen erhebliche komparative Vorteile. --- Der wohlfahrtssteigernde Beitrag des Konzeptes des evidenzbasierten Health Technology Assessments (HTA), das in vielen internationalen Gesundheitssystemen im In- und Ausland erheblich an Bedeutung gewonnen hat, liegt in erster Linie in der Senkung der Intransparenz bei der Markteinführung und Kostenerstattung von neuen Medizinprodukten. Jedoch ist die systematische Anwendung von HTA als öffentliches Kontroll- und Steuerungsinstrumentarium ein methodisch schwieriges, kostenaufwendiges und in der politischen Umsetzung komplexes Unterfangen, wie das Fallbeispiel anhand der innovativen Drug-Eluting-Stent-Technologie zeigt. --- Neben HTA kann aus Sicht des medizinisch-technischen Fortschritts auch die neue Ho-norierungssystematik der German-Diagnostic-Related-Groups (G-DRG)-System in der statio-nären Versorgung als Innovationshürde angesehen werden, insbesondere für Kosten steigern-de Produktinnovationen gewertet werden. Die Untersuchung gibt Hinweise darauf, dass von der G-DRG-Systematik in erster Linie ein erheblicher Kostensenkungsanreiz auf die Krankenhäuser ausgeht.